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Episode
27:
Rechtschreibschwierigkeiten: Späte Förderung
(1/2)
Häufig suchen Eltern von Kindern mit massiven
Rechtschreibschwierigekeiten erst dann nach zusätzlichen
Unterstützungsangeboten, wenn frühe Fördermaßnahmen (z.B. Förderung
der phonologischen Bewusstheit) nicht mehr ihre
volle Wirkung entfalten können.
Späte Förderbemühungen (ab ca. 4. Klasse) sind mit ungleich mehr
Aufwand verbunden. Sie basieren weniger auf der Einübung von
Buchstabe-Laut-Verknüpfungen, sondern auf dem Einüben von
Rechtschreibregeln, Rechtschreibmustern und
Rechtschreibstrategien.
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Episode
26:
Sollte man Schüler mit Geld
motivieren?
Viele Schüler kennen das Belohnungssystem aus eigener
Erfahrung:
Für jede gute bzw. sehr gute Note gibt es einen kleinen Geldbetrag von den Eltern.
Welche Auswirkungen ein solches Vorgehen hat, wurde in den USA durch eine
gigantische Studie evaluiert. Beim Earning by Learning-Programm
wurden insgesamt 6,3 Millionen
Dollar an ca. 38.000 Schüler ausgezahlt.
Zentrale Forschungsfragen
waren:
1. Korrumpiert die
Bezahlung auf lange Sicht die (intrinsische)
Motivation?
2. Macht es einen Unterschied ob man die Schüler für's Lernen (Input) oder für gute
Testergebnisse (Output)
bezahlt?
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Episode
25:
Über den (Un-)Sinn des
Sitzenbleibens
Nahezu jeder 4. Schüler hat in Deutschland im Alter von 15 Jahren
mindestens einmal eine Klasse wiederholt. Doch was bringt der sogenannte
"Schuss vor den Bug"? Führt er wirklich zur erhofften Kursänderung oder
bringt er das Schiff letztlich vollständig zum kentern?
Zu kaum einem anderen Thema ist die Datenlage so eindeutig: Sitzenbleiben
stigmatisiert und frustriert die Betroffenen.
Auch die Noten werden (nach einem kurzen Erholungseffekt) auf lange Sicht
nicht besser.
Zudem: Die Kosten für die längere Beschulung sind enorm (ca. 800.000.000
Euro/Jahr)! Geld, das wesentlich besser in individueller Förderung
angelegt
wäre...
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Episode
24:
Lese- und
Rechtschreibschwierigkeiten -
Prävention und frühe
Förderung
In einem Punkt sind sich fast alle Forscher und
Praktiker einig: Je früher gefördert
wird, desto besser! Wenn (drohende)
Lese-Rechtschreibschwierigkeiten frühzeitig erkannt und mit entsprechenden
Fördermaßnahmen "bekämpft" werden, sind Erfolgserlebnisse schon mit
relativ geringem Aufwand zu erreichen. Doch welche
Prävention bzw. Förderung macht Sinn? Welchen Behauptungen und
vollmündigen Versprechungen sollte man kritisch begegnen? Ist Legasthenie
wirklich ein Talentsignal, wie es z.B. Ronald D. Davis
behauptet?
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Episode
23:
Lese- und
Rechtschreibschwierigkeiten - Das Ursachenpuzzle
(2/2)
Auch wenn der Einfluss der Gene nicht zu
unterschätzen ist (ca. 50%), so gibt es doch eine Reihe von
Umwelteinflüssen, die im Verdacht stehen, das Auftreten von
L-R-Schwierigkeiten zu begünstigen.
Jene Faktoren genauer unter die Lupe zu nehmen, lohnt sich besonders, da wir auf
sie (im Gegensatz zur genetischen Anlage) verändernd einwirken können.
Im zweiten Teil des Ursachenpuzzles werden daher vor
allem Einflussfaktoren aus Elternhaus und
Schule besprochen:
-> Expertise des
Lehrers
-> Bildungsniveau der Eltern
-> Einkommen der Eltern
-> Bücher im
Haus ->
Fernsehkonsum des
Kindes
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Episode
22:
Lese- und
Rechtschreibschwierigkeiten - Das Ursachenpuzzle
(1/2)
Wie kommt es überhaupt zu
massiven Lese-/ Rechtschreibschwierigkeiten?
Die Liste der verdächtigten Faktoren ist ellenlang. Wie so häufig in der
Psychologie gibt es nicht die eine Ursache, sondern
ein ganzes Bedingungsgefüge (Multideterminismus). Im Fokus des
ersten Teils des Ursachenpuzzles stehen:
-> Der Einfluss der Gene
-> (vermeintliche) visuelle Wahrnehmungsstörungen
-> Defizite beim phonologischen Rekodieren -> Defizite in
der Benennungsgeschwindigkeit
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Episode
21:
Lese- und
Rechtschreibschwierigkeiten -
Warum wir den Legasthenie-Begriff abschaffen
sollten
Noch immer wird vielerorts die althergebrachte
Legasthenie-Diagnostik durchgeführt. Vereinfacht ausgedrückt
hat aufgrund dieser Testungen Legasthenie, wer Probleme beim
Lesen und/oder Rechtschreiben hat, aber gleichzeitig eine normale oder auch
überdurchschnittliche Intelligenz besitzt.
Die Leidtragenden sind häufig jene Schüler, die zwar Probleme mit dem
Lese-Rechtschreiberwerb haben, aber auch im Intelligenztest schlechter
abgeschnitten haben (allgemeine Lese-Rechtschreibschwäche).
Ihnen wird mancherorts eine (gleichwertige) Förderung
verwehrt. Dabei zeigen doch viele Untersuchungen, dass auch diese
Schüler gleichermaßen von Förderprogrammen profitieren
könnten!
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