(Unbewusste) Beeinflussung durch Musik - Macht uns die richtige Musik hilfsbereiter
(und empfänglicher für Flirtversuche?)
Können uns Gerüche auch dann beeinflussen, wenn
wir sie gar nicht bewusst wahrnehmen? Im Gegensatz zu subliminalen
Audio- oder Videobotschaften wird die Wirkung subliminaler Gerüche erst seit
wenigen Jahren erforscht.
Erste Pilotstudien liefern erstaunliche - vieleicht sogar beunruhigende - Ergebnisse.
Subliminale Geruchsmanipulation scheint im Bereich des Möglichen zu liegen. Zum
Glück laden die bisherigen Studien (z.B. Holland et al. 2005) eher zum
Schmunzeln ein...
Keywords:
Subliminale Beeinflussung - Geruch - Duft - Manipulation
- Furzspray - ekeliger Geruch führt zu härteren moralischen Urteilen - Einschätzung
anderer Menschen - Allesreiniger - lexical decision task - Holland et al. 2005 -
Henk Aarts - Wen Li - Simone Schnall - Sozialpsychologie -
Psychologie
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Besprochene
Studien:
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Im Grunde spielen wir beim Partnerkennenlernen auch low balls:
- Online-Dating (besser als in Realität)
- Schminke
- Parfüm
- Extensions
- Push-Ups (unreal balls;)
In manchen Studien effektiver als Foot in the door und door in the face
Cialdini, Cacioppo; Bassett, John T.; Miller, Rodney; Miller, John A. (1978). "Low-ball procedure
for producing compliance: Commitment, then cost". Journal of Personality and Social Psychology 36
(5): 463–476. doi:10.1037/0022-3514.36.5.463
Experiment1:
- Versuchspersonen: 63 Studenten
- Die Probanden wurden telefonisch kontaktiert und gebeten an einem Experiment zum Thema
Denkprozesse teilzunehmen:
a) low ball: Die Uhrzeit wurde erst mitgeteilt, nachdem die Probanden zugesagt hatten.
b) control condition: Die Uhrzeit wurde sofort mitgeteilt.
- Versuchspersonen: 216 Studenten
- Die Versuchspersonen wurden per Telefonanruf kontaktiert und gefragt ob sie an einem
5km-Charity-Lauf für bedürftige Kinder teilnehmen würden
- Versuchsbedingungen:
a) Low-Balling: Es wurde erst die prinzipielle Zusage abgewartet, dann die Uhrzeit mitgeteilt (8:00
Uhr Sonntag oder Samstag)
b) Unterbrechung: Wie a) aber aufgrund einer kurzen Unterbrechung des Telefonats kam es nicht zu
der ersten Zusage.
c) Die Probanden wurden erst über die Uhrzeit informiert und dann gefragt, ob sie teilnehmen
würden
Ergebnisse:
Nicolas Guéguen, Alexandre Pascual. (2014). Low-ball and compliance: Commitment even if the
request is a deviant one. Social Influence 07/2014; 9(3):162-171.
DOI:10.1080/15534510.2013.798243.
Experiment 1:
- Versuchspersonen: 100 rauchende Passanten (Alter:30-50) einer Fußgängerzone (Frankreich)
- 2 Versuchsbedingungen:
a) low ball: Zuerst die Frage nach Feuer (alle stimmten zu), dann wird der Joint rausgeholt
b) Kontrollbedingung: Joint ist gleich sichtbar, dann die Frage nach Feuer
---------------------------------------------------------------------------------
Experiment 2:
- Versuchspersonen: 480 Fußgänger (Alter: 20-50)
- low ball: Zuerst die Frage, ob sie für eine lokale Zeitschrift posieren würden, dann wurden die
Gegenstände hervorgeholt (Flasche mit Minz-Sirup, Bierflasche, Absinth[illegal!])
- Kontrollbedingung: Den Probanden wurde gleich gezeigt, womit sie posieren sollten.
- Obwohl es sich um ein wenig akzeptiertes Verhalten handelte, funktionierte die low ball
Taktik. Aber: Es könnte auch sein, dass die Probanden sich gegenüber den Fremden als hilfsbereit
darstellen wollten.
- Versuchspersonen: 80 Passanten (Alter: über 40)
- Alle Probanden wurden von einem 19-jährigen Studenten gefragt, ob sie eine halbe Stunde lang auf
seinen Hund aufpassen könnten:
a) low balling: Die Versuchsperson wurde zuerst gefragt, ob sie auf den Hund aufpassen könne. Dann
wurde die Zeit mitgeteilt: "It's really nice of you. Don't worry, I'll be quick and won't stay more
than half an hour."
b) Kontrollbedingung: Die Zeit wurde sofort mitgeteilt
Ergebnisse:
Hornik, J., Zaig, T., Shadmon, D., & Barbash, G. I. (1990). Comparison of three inducement
techniques to improve compliance in a health survey conducted by telephone. Public Health Reports,
105, 524–529.
- 335 Versuchspersonen
- Alle Probanden wurden telefonisch kontaktiert und gefragt, ob sie an einer Umfrage zum
Gesundheitssystem (20min.) teilnehmen würden
- Unterschiedliche Beeinflussungsstrategien:
a) Foot in the door: Zuerst kleine Bitte (drei kurze Fragen); später wurden sie nochmal
angerufen und gefragt ob sie an einer längeren Umfrage teilnehmen würden.
b) Low-Balling: Zuerst wurde gefragt, ob sie zu einem späteren Zeitpunkt an einer 10min.
Umfrage teilnehmen würden. Beim zweiten Anruf wurde mitgeteilt, dass die Universität einige weitere
Fragen hinzugefügt hätte.
c) Kombination (FITD+LB): Zuerst die Frage, ob sie zu einem späteren Zeitpunkt an einer 10min.
Umfrage teilnehmen würden. "Achso und während wir telefonieren, könnten Sie vielleicht
schon mal 3 Fragen beantworten." Beim zweiten Anruf wurde mitgeteilt, dass die Universität einige
weitere Fragen hinzugefügt hätte.
d) Kontrollbedingung: Alle Probanden wurden direkt gefragt, ob sie an einer 20min. Umfrage
teilnehmen würden.
Cialdini, R. B, & Goldstein, N. J. (2004) "Social influence:
Compliance and conformity.” Annual Review of Psychology, 55: 591-621.
Cialdini, Cacioppo; Bassett, John T.; Miller, Rodney; Miller, John
A. (1978). "Low-ball procedure for producing compliance: Commitment, then cost".
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doi:10.1037/0022-3514.36.5.463
Burger, J. M., & Petty, R. E. (1981). The low-ball compliance
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Brownstein, R. J., & Katzev, R. D. (1985). The relative
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Cialdini, Cacioppo; Bassett, John T.; Miller, Rodney; Miller, John
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