Intelligenz und Armut - Kann Armut
unsere Intelligenz verringern?
Menschen, die in Armut leben, zeigen häufig
ungünstige Verhaltensweisen. Im
Durchschnitt betreiben arme Menschen weniger Gesundheitsvorsorge (Katz
& Hofer, 1994), sind als Eltern weniger aufmerksam (McLoyd, 1998) und
sind schlechter beim Verwalten ihrer Finanzen (Barr, 2012).
Während manche Menschen diese Befunde zum Anlass nehmen, Beschuldigungen auszusprechen ("Die sind
selber Schuld. Die müssten sich doch nur klüger verhalten!"), sprechen neueste Studien dafür,
dass Armut es deutlich erschweren kann, sich intelligent zu verhalten. So konnten
z.B. Mani et al. (2013) am Beispiel indischer Zuckerrohrbauern
zeigen, dass ein und dieselbe Person unterschiedliche Intelligenztestwerte
aufwies, wenn sie arm oder reich war.
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(29,5 MB) Länge: 28:42 Min. Falls Sie gleich mehrere Episoden herunterladen wollen,
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- Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip zwei Bedingungen
zugewiesen:
a) finanziell bedrohliche Szenarien
(z. B. Kfz-Reparatur: 1500 $)
b) finanziell harmlose Szenarien (z.
B. Kfz-Reparatur: 150 $)
- Während die Probanden über mögliche Lösungen nachdachten, sollten sie zwei
schwierige kognitive Aufgaben lösen (fluide Intelligenz, Exekutive Funktionen).
Ergebnisse :
> In der finanziell wenig
bedrohlichen Bedingung schnitten reiche und arme Teilnehmer gleich gut ab.
> In der bedrohlichen Bedingung zeigten die Armen deutlich
schlechtere Leistungen.(Effektstärken zwischen d = 0,88 und d = 0,94 in diesem Experiment und in
den folgenden Replikationen. Dies entspricht etwa 13 IQ-Punkten!)
Experiment 2:
- Um Mathe-Angst auszuschließen, wurden Szenarien gewählt, in denen
es nicht um finanzielle Probleme ging. (Die Zahlen waren aber die gleichen).
=> Keine Wechselwirkung zwischen Schwierigkeit der Szenarien
und Einkommen der Teilnehmer
Experiment 3:
- Wie Experiment 1, aber mit finanziellen Belohnungen (0,25$ pro richtiger
Antwort).
=> Gleiche Ergebnisse wie in Experiment 1 .
Experiment 4 :
- Wie Experiment 1, aber die Probanden durften ihre Antworten auf die
Szenarien vollenden, bevor Sie die kognitiven Aufgaben bearbeiteten.
- Versuchspersonen: 205 Erwachsene (im Alter von: 18-55 Jahre) aus Würzburg und
Umgebung
- Eine Woche lang erhielten die Teilnehmer per
Smartphone Erinnerungen, Fragen zu beantworten (7 Erinnerungen/Tag).
-
Bei jedem Signal sollten Sie angeben: 1. Ob sie ein Verlangen verspüren. 2. Art des Verlangens. 3. Stärke des Verlangens. 4.das
Ausmaß, in dem das Verlangen mit anderen persönlichen Zielen im Konflikt steht.
5.mit welchem Ziel das Verlangen im Konflikt steht. 6.ob sie versuchten, den
Wunsch zu widerstehen. 7.Ob sie ihrem
Verlangen nachgegeben hätten oder nicht.
Ergebnisse:
- Die Probanden
konnten Mediennutzung und Arbeit am wenigsten widerstehen.
- Je kürzer die letzte Selbstkontroll-Handlung zurrücklag und je häufiger Selbstkontrolle
aufgebracht wurde, desto seltener konnten sie einem Verlangen widerstehen.
=> Selbstkontrolle ist
eine begrenzte Resource (Ego-Depletion)
Barr, M. S. (2012). No Slack: The Financial Lives of
Low-Income Americans (Brookings Institution Press, Washington, DC.
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Sciences,106,6545–6549.
Gailliot, M., Plant, E. A., Butz, D. A., &
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can reduce the depleting effect of suppressing stereotypes. Personality and
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Mani A, Mullainathan S, Shafir E, Zhao J.
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